Der 1985 in Itzehoe geborene Timm Kröger ist Filmregisseur, Drehbuchautor, Kameramann, Filmproduzent und Filmeditor.
Er machte 2005 sein Abitur und begleitete anschließend als Fotograf neun Monate lang einen Wanderzirkus. Danach studierte er am European Film College im dänischen Ebeltoft. Während des Studiums realisierte er erste Spiel- und Dokumentarfilme als Kameramann und Regisseur.
Nach seinem Abschluss war er noch ein weiteres Jahr an der Filmhochschule als „Teacher’s Assistent“ beschäftigt. Im Anschluss daran machte er ein Praktikum bei ARRIBAS Rental in München. 2008 begann er Bildgestaltung/ Kamera an der Filmakademie Baden-Württemberg zu studieren, wechselte jedoch zu Dokumentarfilm-Regie. Als Lehrbeauftragter war er im Fachgebiet Bildgestaltung/ Kamera an der Hochschule Düsseldorf tätig. Sein Regiedebüt hatte er 2011 während seines Studiums mit „Sheriff – Vom Schweinehirten zum Superstar“. Der Film wurde in die Auswahl des Filmfestivals DOK Leipzig aufgenommen. Bei dem 2011 auf der International Documentary Film Festival in Amsterdam uraufgeführten Kurzdokumentarfilm „Tilman im Paradies“ fungierte er als Kameramann. „Das leicht beunruhigende Schaukeln bei der Fahrt ins Tal“ (2011). bei dem Kröger als Drehbuchautor, Regisseur und Editor verantwortlich war, war 2012 Bestandteil des 41. Internationalen Studentenfilmfestivals „Sehnsüchte“ der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg. Nach 2013 widmete sich Kröger entgegen seines Studiengangs dem szenischen Film. Der Film „Zerrumpelt Herz“, dessen Drehbuch er gemeinsam mit Roderick Warich schrieb, prämierte in der unabhängigen Reihe Settimana Internazionale della Critica der Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2014. Er wurde für den Nachwuchspreis First Steps in der Kategorie Abendfüllender Spielfilm nominiert und gewann 2015 den Publikumspreis beim FEST Film Festival Belgrad. Zudem wurde er auf zahlreichen internationalen und nationalen Filmfestivals gezeigt. 2018 gründete er zusammen mit Viktoria Stolpe die Berliner Filmproduktionsfirma „The Barricades“. 2022 gewann er mit „The Trouble with Being Born“ den Preis der Deutschen Filmkritik in der Kategorie Beste Bildgestaltung. 2023 kam sein zweiter Spielfilm „Die Theorie von Allem“ raus, der ihm seine erste Einladung in den Wettbewerb um den Goldenen Löwen des Filmfestivals von Venedig brachte. Im Jahr darauf wurde der Film für sechs Deutsche Filmpreise nominiert und Kröger selbst war in den Kategorien Regie und Drehbuch vertreten.
2024 wurde Timm Kröger Mitglied der Deutschen Filmakademie.
Zu Gast bei der filmsociety war er 2023 zur Sondervorführung von „Die Theorie von Allem“ und zum anschließenden Filmgespräch.