Die 1995 in Mainz geborene Paula Beer ist Schauspielerin.
Mit acht Jahren machte sie in einem Theaterkurs erste Schauspielerfahrungen. Nach ihrem Umzug nach Berlin 2007 war sie ab dem zwölften Lebensjahr für vier Jahre Teil des Jugendensembles des Berliner Friedrichstadtpalasts und sammelte dort weitere Erfahrungen im Schauspiel wie auch im Tanz. Mit 14 Jahren wurde sie an ihrer Schule von einer Schauspielagentin angesprochen und zum Casting für den Film „Poll“ eingeladen, wo sie sich gegen die anderen Bewerber durchsetzte. Für ihre Rolle gewann sie den Bayerischen Filmpreis als Beste Nachwuchsdarstellerin. 2012 war spielte sie eine Nebenrolle in „Ludwig II.“. 2013 machte sie ihr Abitur und zog anschließend nach Paris.
In dem auf der Berlinale 2014 uraufgeführten Film „Das finstere Tal“ spielte Beer eine der Hauptrollen und wurde für den Österreichischen Filmpreis nominiert. Ihr Fernsehdebüt hatte sie 2015 mit „Pampa Blues“. Der Film „4 Könige“ (2015), in dem sie eine der vier Hauptrollen spielte, gewann den Deutschen Filmpreis für Bester Spielfilm. Im selben Jahr besuchte sie einen Schauspielkurs der Drama Summer School der Londoner Guildhall School of Music and Drama. 2016 erhielt sie für „Frantz“ bei den Filmfestspielen von Venedig den Marcello-Mastroianni-Preis als Beste Nachwuchsdarstellerin. Für „Bad Banks“ erhielt sie 2018 den Deutschen Schauspielerpreis in der Kategorie Schauspielerin in einer Hauptrolle und den Bambi für die Beste Schauspielerin. 2020, bei der 70. Berlinale, gewann sie den Silbernen Bären als Beste Darstellerin für „Udine“ und im selben Jahr den Europäischen Filmpreis als Beste Darstellerin ebenfalls für „Udine“. Den Hannelore-Elsner-Preis des Fünf Seen Festivals erhielt sie 2023. Ebenfalls wurde sie für verschiedene Film- und Fernsehpreise nominiert, darunter 2017 den Prix Lumières für „Frantz“ als Beste Nachwuchsdarstellerin und für die Goldene Kamera für „Bad Banks“ als Beste Schauspielerin.
Darüber hinaus war sie an Hörbüchern wie z.B. „Vom Nachteil, geboren zu sein“, „Der kleine Prinz“ und „Homo Faber“ beteiligt.
Sie war zu Gast bei der Filmsociety zum Film „Udine“.