Nina Hoss

Die 1975 in Stuttgart geborene Nina Hoss ist Schauspielerin wie ihre Mutter Heidemarie Rohweder. Schon mit sieben Jahren sprach sie Hörspielrollen ein und mit 14 stand sie dann das erste mal auf der Theaterbühne.

1995 begann sie ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Sie war im gleichen Jahrgang wie  Lars Eidinger, Fritzi Haberlandt, Devid Striesow und Mark Waschke. Ihr Filmdebüt hatte sie 1996 mit dem Film „Und keiner weit mir nach“  von Joseph Vilsmaier. Ebenfalls 1996 wurde sie als Hauptrolle für das TV-Remake von „Das Mädchen Rosemarie“ engagiert und gewann bei dem Verleih der Goldenen Kamera den Preis als Beste Nachwuchsdarstellerin. 1998 kam sie ans Deutsche Theater Berlin und wurde 2006 von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für ihre Interpretation der Titelrolle in „Euripides´ Medea“ mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet. Sie spielte außerdem am Berliner Ensemble und spielte in „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen. Hoss arbeitete bei mehreren Filmen mit dem Regisseur Christian Petzold zusammen, u.a. die Hauptrollen in „Toter Mann“ (2002) und „Wolfsburg“ (2003), für die sie jeweils mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin erhielt sie für „Die weiße Massai“ (2005). Für ihre Titelfigur in „Yella“ wurde sie 2007 auf den Filmfestspielen von Berlin mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet und gewann später ebenfalls den Deutschen Filmpreis 2008. Der Film „Jerichow“, in dem sie eine der Hauptrollen spielte, wurde 2008 in den Wettbewerb der 65. Filmfestspiele von Venedig eingeladen. Für den Europäischen Filmpreis wurde sie u.a. 2020 für ihre Rolle in „Schwesterlein“ nominiert.

2011 wurde sie in die Wettbewerbsjury der 61. Internationalen Filmfestspiele von Berlin berufen. Zur Spielzeit 2013/14 wechselte Hoss an die Schaubühne am Lehniner Platz. 2014 nahm sie mit der britischen Band Manic Street Preachers das Lied „Europa geht durch mich“ auf. Im selben Jahr trat sie gemeinsam mit der Band beim Glastonbury Festival auf. 2016 wurde sie in die Wettbewerbsjury der 73. Internationalen Filmfestspiele von Venedig berufen. 2019 erhielt sie eine Einladung zur Mitgliedschaft in der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die auch den Oscar verleiht.

Nina Hoss ist ebenfalls sozial und politisch engagiert, so unterstützt sie z.B. die Aktion „Deine Stimme gegen Armut“, ist Terre-des-Femmes-Botschafterin und engagiert sich gegen weibliche Genitalverstümmelung, ist Sonderbotschafterin des Bundesstaates Pará in Brasilien wo sie sich gegen die Zerstörung des Regenwaldes und für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der dort lebenden Indios einsetzt. Wie ihr Vater Willi Hoss, der Gewerkschafter und Politiker bei den Grünen war, ist auch sie dort tätig.

Zu Gast bei der filmsociety war sie 2020 zur Preview des Film „Das Vorspiel“ und zum anschließenden Filmgespräch.

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