Joachim Schlömer, geboren 1962 in Monheim am Rhein ist ein deutscher Tänzer, Choreograf und Regisseur.
Schlömer studierte zunächst Architektur, ging jedoch dann an die Folkwang-Hochschule in Essen und machte dort eine Ausbildung zum Tänzer und Choreografen. Anschließend gründete er ein eigenes Ensemble, die Compagnie Josch, mit der er auch in London, Antwerpen und Lissabon auftrat. 1991 wurde er Ballettdirektor in Ulm, 1994 Direktor des Tanztheaters Weimar und 1996 Direktor des Tanztheaters am Theater Basel. Unter anderem choreografierte er auch für berühmte Tanzkompanien wie z.B. Mikhail Baryshnikovs White Oak Dance Project.
Er arbeitete außerdem als Opern- und Schauspielregisseur. Seit 2001 ist Schlömer als freischaffender Regisseur tätig, z.B. für die Salzburger Festspiele, das Wiener Burgtheater, die Staatsoper Stuttgart, das Theater Basel uvm. Mit David Finn gründete Joachim Schlömer das Fischhouse, eine Performancegruppe in San Francisco und mit Graham Smith die Zweimannkompanie Dogs in Lissabon, die in Europa auf Tournee ging. Bis 2006 hatte er eine Gastprofessur an der Universität Gießen und hielt Vorträge über seine Arbeit an Universitäten und Kongressen. Mit Beginn der Spielzeit 2006/2007 betreut er Kooperationsprojekte zwischen dem Freiburger und dem Heidelberger Stadttheater. Im September 2009 übernahm er schließlich die künstlerische Leitung des Festspielhauses St. Pölten, welches er 2013 verließ.
Joachim Schlömer erhielt 1995 den Dr.-Otto-Kasten-Preis und 1996 den Deutschen Kritikerpreis.
Er veröffentlichte außerdem ein Buch, szena fine (2004) und machte zwei Filme, the platform: ein Experimentalfilm zum Thema Beweglichkeit, und electric boy: einen Tanzspielfilm.
Zu Gast im KunstSalon war er 2002.