Corinna Harfouch

Die 1954 in Suhl geborene Corinna Harfouch ist Schauspielerin. Sie wuchs in Sachsen auf, wo sie von 1961 bis 1973 die Schule besuchte und ihr Abitur machte.

Als sie sich anschließend an der Schauspielschule bewarb, wurde sie abgelehnt und machte daraufhin zunächst eine Ausbildung zur Erzieherin. 1975 begann sie an der Technischen Universität Dresden ein Studium zur Textilingenieurin. Am Pioniertheater machte sie schließlich erste schauspielerische Erfahrungen. Von 1978 bis 1981 studierte sie Schauspiel an der Staatlichen Schauspielschule Berlin und war Meisterschülerin bei Vera Oelschlegel im Theater im Palast.

Schon während ihres Studiums spielte sie am Theater. Zunächst war sie an der Volksbühne Berlin tätig wo sie, als „Lady Macbeth“ ihren größten Bühnenerfolg in der DDR hatte. Nach der Wende ging sie ans Deutsche Theater in Berlin, wechselte jedoch zurück zur Volksbühne Berlin, wo sie eine der wichtigsten Protagonistinnen des Intendanten Frank Castorf wurde. Für ihre Rolle in „Des Teufels Generals“ wurde sie 1997 von den deutschen Kritikern zur Schauspielerin des Jahres gewählt und erhielt 1996 den Gertrud-Eysoldt-Ring. Nach 1990 ging sie kein festes Engagement am Theater mehr ein.

Ihr Filmdebüt hatte sie mit dem Film „Verlobung in Hullerbusch“. Ihre erste größere Rolle hatte sie 1988 in der Titelrolle von „Die Schauspielerin“, für die sie beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary den Preis als Beste Darstellerin erhielt. Im Fernsehen wurde sie durch ihre Rolle in dem dokumentarischen Spielfilm „Vera Brühne“ (2001) bekannt, der den Deutschen Fernsehpreis gewann. Sie gewann zahlreiche weitere Preise, darunter 2002 den Deutschen Preis für Synchron für ihre Arbeit in „Die Klavierspielerin“, 2007 die Goldene Kamera als Beste deutsche Schauspielerin, 2011 den Preis als beste Schauspielerin beim Queer-Lisboa-Festival in Lissabon, 2014 den Günther-Rohrbach-Filmpreis für ihre Rolle in „Der Fall Bruckner“, 2015 den Preis für Schauspielkunst im Rahmen des 11. Festivals des deutschen Films, 2020 den Preis deutscher Filmkritik als Beste Schauspielerin für „Lara“ und 2024 den Deutschen Filmpreis für die Beste weibliche Hauptrolle in „Sterben“ sowie den Hannelore-Elsner-Preis. Corinna Harfouch hat einen Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin und eine signierte Bodenplatte vor dem Theatermuseum Meiningen.

2003 gehörte Harfouch zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Filmakademie und 2019 gründete sie gemeinsam mit dem Literaturwissenschaftler Erdmut Wizisla einen Theaterverein in Klandorf, der dem Ort in kultureller Hinsicht Bereicherung verschaffen soll.

Zu Gast bei der filmsociety war sie 2019 bei einer Sonderaufführung von „Lara“ und im anschließenden Filmgespräch gab sie Auskunft über die Entstehung des Films.

 

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