Die 1964 in Bad Nauheim geborene Caroline Link ist Filmregisseurin und Drehbuchautorin.
Nach ihrer Schulzeit ging sie für ein Jahr in die USA und machte anschließend ein mehrmonatiges Praktikum in der Bavaria Film in München, wo sie technische Filmerfahrungen sammelte. 1986 bis 1990 studierte sie in der Abteilung Dokumentarfilm und an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) und arbeitete anschließend als Regieassistentin und Drehbuchautorin. Während ihres Studiums drehte sie zwei Filme, den Kurzspielfilm „Bunte Blumen“ (1988) und als Co-Regisseurin den Dokumentarfilm „Das Glück zum Anfassen“ (1989). Ihr Abschlussfilm an der HFF „Sommertage“ (1990) gewann bei den Hofer Filmtagen den Kodak-Förderpreis. Nach ihrem Studium schrieb Link zwei Drehbücher für die Bavaria Film und drehte 1992 den Kinderfilm „Kalle der Träumer“ für das ZDF. Ihr Film „Jenseits der Stille“ (1996) gewann mehrere Preise und wurde 1998 als deutscher Beitrag für den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert. Ein weiterer großer Erfolg war ihr Film „Nirgendwo in Afrika“ (2001), der auf dem autobiographischen Roman von Stefanie Zweig basiert und mit dem sie 2003 den Oscar für den Besten fremdsprachigen Film erhielt. Ihr bisher erfolgreichster Film war wohl die Verfilmung der Autobiographie „Der Junge muss an die frische Luft“ von Hape Kerkeling 2018, der in der deutschsprachigen Kinoauswertung über 3,6 Millionen Zuschauer erreichte und dafür mit der Goldenen Leinwand, einem Bogey und einer Lola für den besucherstärksten Film ausgezeichnet wurde. Ihr Fernsehseriendebüt hatte sie 2022 mit der Dramaserie „Safe“.
2003 war Link Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie. Sie ist Kuratoriumsmitglied des Vereins Children for a better world und ist außerdem Kinderpatin bei World Vision. Mit World Vision arbeitete sie auch im Zusammenhang mit der Mukutani-Stiftung zusammen, die die Crew ihres Films „Nirgendwo in Afrika“ gründete und mit der sie den Dorfbewohnern am Schauplatz des Films nach Ende der Dreharbeiten nachhaltig helfen wollten. Seit 2006 ist sie zudem Schirmherrin der Stiftung Kindergesundheit.
Zu Gast im KunstSalon war sie 2015.