Der 1954 in Zürich geborene Fosco Dubini ist Regisseur und Dokumentarfilmer. Bei seinen Filmen arbeitete er eng mit seinem Bruder Donatello Dubini zusammen.
Von 1975 bis 1981 studierte er Filmwissenschaften an der Universität Köln. Seine Magisterarbeit schrieb er über die Entwicklung des Schweizer Dokumentarfilms. Sein Dokumentarfilmdebüt hatte er 1978 mit „Gösgen – Ein Film über die Volksbewegung gegen Atomkraft“. Es folgen 1986 „Das Verschwinden des Ettore Majorana“, 1989 „Klaus Fuchs – Atomspion“ und 1993 „Ludwig 1881“. Nach diesen eher wissenschafts- und geschichtsorientierten Filmen konzentrierte er sich vermehrt auf Film- und Kunst-Themen. In diesem Rahmen entstanden z.B. die Dokumentationen „Jean Seberg: American Actress“ 1995, „Thomas Pynchon: A Journey Into the Mind of P.“ 2001 und „Hedy Lamarr: Secrets of a Hollywood Star“ 2005. 2001 verfilmte er gemeinsam mit seinem Bruder das Reisetagebuch von Annemarie Schwarzenbach unter dem Titel „Die Reise nach Kafiristan“. 2014 erschien der Film „Die innere Zone“.
Dubini ist Mitglied im Filmkollektiv Zürich und des Kölner Filmhaus´. Außerdem lehrt er seit 1991 an der École supérieure d´art visuel in Genf.
1987 gewann er den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler und 1990 gemeinsam mit seinem Bruder den Bayerischen Filmpreis.
Zu Gast bei der filmsociety war er 2024, als seine Filme „Backstage“ und „Pastorelle en Musique – Dorothee Oberlinger dirigiert Telemann“ im Rahmen der Kölner Kino Nächte gezeigt wurden.